Ich möchte sterben.

Über meinen Körper läuft Gänsehaut und die verquollenen Augen blicken durch eine trübe, milchige Schicht. Das Gesicht ist blass und durchsichtig. Die Finger sind blau und kalt. In meinen Beinen tanzen lauter Stiche, ich kann mich nicht entscheiden, ob dies ein angenehmes oder ein unangenehmes Gefühl ist. Meine Brust ist leer und doch blutet sie. Rotes Wasser ergießt sich vor mir und ich empfinde nichts.  

Ich werde mich wohl töten müssen.

Ich atme dich ein
und nie wieder aus. 

Ich bin noch so jung und doch trage ich schon so viel Kummer in mir.

Gib mir Luft zum Atmen.

Was ist vielleicht zuvor sagen sollte ist: Ich glaube nicht an Gott. Aber als ich das Bild gefunden habe, mit dem kleinen Text darauf, das meine Freundin mir gemalt hat, als wir in der Grundschule waren, musste ich wirklich seufzen und lächeln. Weil es mir so leichter fällt alles hinzunehmen. Zumindest es zu versuchen.

Gott wollte, dass du geboren warst. Gott wollte, dass du grüne Augen und blonde Haare hast. Gott wollte, dass du klug, nett und manchmal gemein bist. Und Gott wollte, dass alles so ist, wie es ist. 

Wir nehmen unsere Fahrräder und fahren dort hin, wo die Lust uns hintreibt.

Du bist nicht einfach nur böse, du bist voller Hass und Wahnsinn, und zerstörst mich mit einer Leidenschaft, die nur ein Psychopath aufbringen kann.

Du stehst auf mich und ich stehe neben mir.

Hör auf dich in mein Leben zu drängen. Ich halte dich nicht aus. Ich fühle mich so hilflos und es macht mich so aggressiv nichts dagegen tun zu können. Alles in mir schreit und kehrt mein Innerstes nach Außen. Ich kotze Erinnerungen mit den schlimmsten Gefühlen aus mir heraus, welche ein Mensch gar nicht fühlen dürfte.
Ich kann nicht mehr, lass mir bitte Luft zum Atmen.

Mein Lächeln bekommt Risse.

Ich verliere jegliche Leidenschaft, falle zurück in den Zwiespalt aus Verzweiflung und Gleichgültigkeit. Dunkelheit krallt sich an meine Fersen, bis sie mich abermals ganz einhüllt. Die Sonne prallt von mir ab, sie kann mich nicht erreichen, dabei habe ich sie so sehr vermisst.

Weißt du nicht, dass ein Herz an zu vielen Narben stirbt?

Zukunft Tschüss.