Über meinen Körper läuft Gänsehaut und die verquollenen Augen blicken durch eine trübe, milchige Schicht. Das Gesicht ist blass und durchsichtig. Die Finger sind blau und kalt. In meinen Beinen tanzen lauter Stiche, ich kann mich nicht entscheiden, ob dies ein angenehmes oder ein unangenehmes Gefühl ist. Meine Brust ist leer und doch blutet sie. Rotes Wasser ergießt sich vor mir und ich empfinde nichts.
Was ist vielleicht zuvor sagen sollte ist: Ich glaube nicht an Gott. Aber als ich das Bild gefunden habe, mit dem kleinen Text darauf, das meine Freundin mir gemalt hat, als wir in der Grundschule waren, musste ich wirklich seufzen und lächeln. Weil es mir so leichter fällt alles hinzunehmen. Zumindest es zu versuchen.
Gott wollte, dass du geboren warst. Gott wollte, dass du grüne Augen und blonde Haare hast. Gott wollte, dass du klug, nett und manchmal gemein bist. Und Gott wollte, dass alles so ist, wie es ist.
Du bist nicht einfach nur böse, du bist voller Hass und Wahnsinn, und zerstörst mich mit einer Leidenschaft, die nur ein Psychopath aufbringen kann.
Hör auf dich in mein Leben zu drängen. Ich halte dich nicht aus. Ich fühle mich so hilflos und es macht mich so aggressiv nichts dagegen tun zu können. Alles in mir schreit und kehrt mein Innerstes nach Außen. Ich kotze Erinnerungen mit den schlimmsten Gefühlen aus mir heraus, welche ein Mensch gar nicht fühlen dürfte.
Ich kann nicht mehr, lass mir bitte Luft zum Atmen.